Leitgedanken

Inhalt:

Betriebsreglement

Essensgrundsätze

Eingewöhnungskonzept

 

Betriebsreglement

1. Einleitung

Das vorliegende Betriebsreglement gibt umfassend Auskunft über die Kinderkrippe Tatzelwurm. Es orientiert Eltern, die ihr Kind in die Krippe bringen möchten über Grundsätze, Tagesablauf, Personal, Tarife usw. Interessierte können Einblick nehmen in Strukturen, Organisation, Finanzen und erhalten einen Überblick über den Betrieb.

2. Sozialpädagogische Grundsätze

Die Kinderkrippe Tatzelwurm ergänzt das Familienleben. Die Kinder werden durch qualifiziertes Personal betreut. Wir bieten den Kindern einen Lebensraum, der sie anregt zu spielen, sich zu entwickeln, zu teilen, sich zu behaupten, zu lachen, voneinander zu lernen, Kinderfreundschaften zu pflegen und Spass zu haben. Wir gestalten die Atmosphäre in der Krippe vertraut und fröhlich. Die Kinderkrippe Tatzelwurm setzt sich zum Ziel, den Kindern einen Rahmen zu bieten, in dem sie sich wohl und geborgen fühlen und sich ihren Bedürfnissen entsprechend entfalten und entwickeln können. Jedes Kindsteht mit seinen Bedürfnissen im Mittelpunkt unserer Begleitung.

Der abwechslungsreiche Tagesablauf der Krippe wird den Bedürfnissen und Interessen der Kinder angepasst. Gezielte Aktivitäten, reizvolle Angebote, sinnvolle Rituale und der tägliche Aufenth alt im Freien bieten den Kindern einen erlebnisreichen Alltag. Das soziale Verhalten, der Umgang mit anderen Kindern und der Gruppe muss gelernt werden. Dabei begleiten und unterstützen wir die Kinder. In den altersgemischten Gruppen bieten wir den Kindern ein soziales Lernfeld. Sie haben so die Möglichkeit, sich in unterschiedlichen Rollen zu erleben und ihre Sozialkompetenz zu erweitern.

2.1 Zusammenarbeit mit den Eltern

Wir legen Wert auf einen wertschätzenden und offenen Umgang mit den Eltern. Informationsaustausch und Gespräche mit den Eltern sind uns wichtig. Regelmässig finden Veranstaltungen mit/ für Eltern statt.

3. Betriebsbewilligung / Anerkennung KiTaS

Der Betrieb verfügt über eine behördliche Betriebsbewilligung. Die Gemeinde Uetikon ist für die Aufsicht und Betriebsbewilligung zuständig. Der Verband Kindertagesstätten Schweiz anerkennt den Betrieb als Lehrbetrieb.

4. Hygiene und Sicherheit

Die gesetzlichen Anforderungen an die Hygiene werden regelmässig durch das Lebensmittelinspektorat überprüft. Für die Sicherheit der Kinder wurden Massnahmen getroffen wie: Sicherheitsschlösser an den Fenstern, geschützte Steckdosen, Feuerschutzregeln, Fallschutz bei Treppen und Spielgeräten.

5. Trägerschaft und Krippenleitung

Der Verein Tatzelwurm betreibt als operative Trägerschaft diese Institution. Die Krippe wird von einer Krippenleiterin mit einem anerkannten Diplom geführt. Die finanzielle und strategische Führung der Krippe liegt beim Vereinsvorstand. Die Kinderkrippe Tatzelwurm wird von der Gemeinde Uetikon am See im Rahmen einer Defizitgarantie finanziell unterstützt.

6. Personal

Alle Mitarbeiterinnen verfügen über eine ihrer Funktion entsprechende Ausbildung. Zusätzlich besteht die Möglichkeit, die Ausbildung zur/ zum Fachfrau/ Fachmann Betreuung in der Krippe zu absolvieren,und Praktikant/ innen können während eines Jahres mitarbeiten. Für die Fachpersonen in Ausbildung besteht ein Ausbildungskonzept, für die Praktikant/ innen ein Anleitungskonzept.

7. Öffnungszeiten

Die Krippe ist täglich von Montag bis Freitag, jeweils von 6.45 Uhr bis 18.15 Uhr geöffnet. Die Eltern werden gebeten, die Kinder bis 8.50 Uhr in der Krippe abzugeben. Auch am Abend sollen die Eltern genügend Zeit einplanen um ihr Kind abzuholen. Um Punkt 18.15 Uhr schliesst die Krippe ihre Türen. Während den Feiertagen, der letzten Juliwoche und der ersten Augustwoche sowie über Weihnachten/ Neujahr bleibt die Krippe geschlossen.

8. Tagesablauf und Mahlzeiten

Die Kinder werden zwischen 6.45 Uhr und 8.50 Uhr in die Krippe gebracht. Um 7.45 Uhr gibt es für die Anwesenden ein gemeinsames Frühstück. Ab 9.00 Uhr werden die Kinder auf vier altersgemischten Gruppen betreut. Mit einem Morgenritual wie z.B. einem Singkreis oder einer Geschichte wird gemeinsam der Tag gestartet. Alle Anwesenden werden begrüßt und es wird besprochen, wie der Morgen gestaltet werden soll. Hierbei stehen die Bedürfnisse und Interesse der Kinder im Vordergrund und die Kinder dürfen mitbestimmen. Entweder verbringt die ganze Gruppe den Morgen zusammen, oder die Kinder werden aufgeteilt nach Alter, Spielinteressen oder Freundschaften. Kinder brauchen während des Tages genügend Bewegungsmöglichkeiten, daher gehen wir bei jedem Wetter einmal pro Tag nach Draußen, auf einen Spaziergang, auf einen Spielplatz, in den Wald, auf große Wiesen, in die Turnhalle, in den Garten etc.

Bevor mit dem Morgenprogramm angefangen wird, gibt es zum Znüni Früchte oder der Znüni wird mit nach draußen genommen.

Um 11:30 findet das gemeinsame Mittagessen statt. Nach dem Mittagessen ist Ruhezeit, in welcher die Kinder schlafen oder einer ruhigen Beschäftigung nachgehen.

Um ca. 14:00/ 14:30 Uhr, nachdem alle Kinder aufgewacht sind, wird mit dem individuellen Nahmittagsprogramm gestartet. Um 15:30 gibt es einen feinen und gesunden Zvieri.

Nach dem Zvieri gehen die Kinder ins freie Spiel über. Ab 16.30 Uhr können die Kinder abgeholt werden. Wir nehmen uns Zeit für den täglichen Austausch, damit die Eltern erfahren, wie das Kind seinen Krippentag verbracht hat. Gegen 18.00 Uhr räumen wir auf, um 18.15 Uhr schließt die Kinderkrippe ihre Türen.

Wir achten auf eine gesunde und abwechslungsreiche Ernährung. Folgende Mahlzeiten bieten wir an:

  • Frühstück, sofern sie vor 7.45 Uhr in die Krippe kommen
  • Znüni
  • Mittagessen
  • Zvieri

Die Kinderkrippe Tatzelwurm hat im November 2011 das Diplom Ausgezeichnete Verpflegung und Bewegungsförderung erhalten. Es besteht ein separates Ernährungskonzept.

Der Speiseplan in der Krippe richtet sich nach den Grundsätzen der ganzheitlichen ausgewogenen Ernährungslehre, welche mit unseren einheimischen Produkten und Möglichkeiten umgesetzt wird. Hat ein Kind Allergien oder spezielle Anforderungen an die Ernährung (aus ethischen, religiösen oder medizinischen Gründen), wird im Vorstand individuell entschieden, ob eine Aufnahme dieses Kindes vertretbar ist. Kommt es zu einem Eintritt wird ein Zusatz vertrag zwischen den Eltern und der Krippe ausgestellt. Benötigt ein Kind aufgrund einer Allergie oder Unverträglichkeit spezielle Nahrung, so muss ein Arztzeugnis vorgelegt werden.

9. Abholen eines Kindes durch Drittpersonen und Mitfahren in Drittauto

Wird ein Kind durch Drittpersonen abgeholt, ist dies der Krippenleiterin oder Gruppenleiterin rechtzeitig mitzuteilen. Das Auto darf vom Krippenpersonal nur in Notfällen für die Fahrt zum Arzt/ Spital benutzt werden. Über Ausnahmen entscheidet die Krippenleitung.

10. Kindergruppen

Die Kinder werden in vier altersgemischten Gruppen betreut. Eine Kindergruppe umfasst in der Regel 11 bis 12 Plätze. Kinder bis 18 Monate beanspruchen 1.5 Plätze aufgrund des erhöhten Betreuungsaufwandes.

11. Aufnahmebedingungen

Es werden Kinder im Alter von 3 Monaten in der Regel bis zum Kindergarteneintritt aufgenommen. Die minimale Aufenthaltsdauer pro Woche beträgt 2 ganze oder 3 halbe Tage. Ein halber Betreuungstag heisst, die Kinder kommen am Morgen und werden zwischen 13:30 und 14:00 abgeholt. Halbtagesplätze werden mit 75% eines Tagesplatzes verrechnet (inkl. Mittagessen). Halbtagesplätze sind nur beschränkt verfügbar.

Aufnahmeprioritäten:

  1. Kinder, die in Uetikon am See wohnen
  2. Kinder, deren Geschwister bereits in der Kinderkrippe Tatzelwurm betreut werden
  3. Kinder, deren Eltern in Uetikon am See arbeiten
  4. Kinder aus anderen Gemeinden
12. Eingewöhnungszeit

Die Eingewöhnungszeit ist für das Kind, die Eltern und das Personal ausserordentlich wichtig. Das erste Treffen dient dem gegenseitigen Kennenlernen. Es ist wichtig, dass die Eltern genügend Zeit für die Eingewöhnung einplanen. Wie lange eine Eingewöhnung dauert, ist nicht vorauszusehen. In der Regel dauert sie 2 bis 4 Wochen. Die Eingewöhnung wird individuell dem Kind angepasst. Die Krippe verfügt über ein Eingewöhnungskonzept, welches den Eltern vor dem Eintritt abgegeben wird. Die Eingewöhnung wird bei einem Eintrittsgespräch mit den Eltern besprochen.

Während des ersten Monats kann der Krippenplatz auf Ende des laufenden Monats gekündigt werden. Eine Eingewöhnung wird in den ersten Tagen eines Monats gestartet und der Monat wird jeweils voll verrechnet.

13. Kleidung, eigene Spielsachen

Die Kinder sollen der Witterung entsprechende bequeme Kleider tragen. Eigene Ersatzkleider sollen stets in der Krippe zur Verfügung stehen, wie auch Hausschuhe, Gummistiefel, Regenschutz, Windeln sowie Babynahrung (Milchpulver). Kuscheltiere und Nuggi darf das Kind selbstverständlich mitbringen. Für Spielsachen und persönliche Gegenstände, die in die Krippe mitgebracht werden, kann keine Verantwortung übernommen werden.

14. Krankheit

Kranke oder verunfallte Kinder dürfen nicht in die Kinderkrippe gebracht werden. Dies sind zum Beispiel: alle Kinderkrankheiten (Masern, Windpocken, Röteln etc.), “Magendarmgrippe“, Fieber, Grippe, usw. Augenentzündungen müssen ärztlich abgeklärt werden.

Bei Fieber und ansteckenden Krankheiten sind die Mitarbeiter/ innen angewiesen, das Kind nicht anzunehmen.

Aus organisatorischen Gründen muss die Krippe bis spätestens 9.00 Uhr informiert werden. Bei Erkrankung des Kindes tagsüber in der Krippe werden die Eltern telefonisch benachrichtigt, damit sie das Kind sobald wie möglich abholen können. Für Arztbesuche sind die Eltern zuständig. In Notfällen wenden wir uns an den Arzt des Kindes.

Allergien und andere Empfindlichkeiten sollten beim Eintritt besprochen werden. Ebenso sollte die Krippenleitung über ansteckende Krankheiten in der Familie orientiert werden. Ein Wechsel des Kinderarztes muss der Krippenleiterin sofort mitgeteilt werden.

15. Versicherung

Die Eltern sind für die Kranken- und Unfallversicherung verantwortlich. Die Krippe verfügt über eine Betriebs Haftpflichtversicherung. Für Schäden, welche die Kinder verursachen, haften die Eltern.

16. Anmeldung für Warteliste, Gebühren

Interessierte Eltern können mit der Krippenleitung einen Besichtigungstermin vereinbaren. Die Anmeldung des Kindes erfolgt aufgrund einer schriftlichen Anmeldung und der Entrichtung der entsprechen den Gebühren. Alle angemeldeten Kinder werden auf die Warteliste aufgenommen. Sobald ein Platz frei wird, werden die Eltern benachrichtigt.

17. Definitive Aufnahme und Einschreibegebühr

Bei einer definitiven Aufnahme wird den Eltern einen Betreuungsvertrag zugestellt. Die Einschreibegebühr beträgt Fr. 80.00 pro Kind. Sie reduziert sich auf Fr. 70.00 für Geschwister, welche gleichzeitig angemeldet werden. Betreffend Rücktritt, vergleiche Artikel 23.

18. Betreuungstaxe

Die Tarife werden anhand des Einkommens beider Elternteile, respektive Partner gemäss Ziffer 100 – 164 der aktuellen Steuererklärung berechnet. Dies gilt ebenfalls bei unverheirateten Partnern, welche zusammen wohnen. Bei Eltern, deren steuerbares Vermögen über Fr. 300'000.00 liegt, gemäss Ziffer 35 der aktuellen Steuererklärung, wird unabhängig der Einkommenshöhe der Höchsttarif verrechnet. Zur Festsetzung der Tarife sind die Eltern verpflichtet, vor Vereinbarungsbeginn eine Kopie der Seiten 1, 2 und 4 der aktuellen Steuererklärung einzureichen. Jährlich im Monat Mai sind die drei genannten Seiten der jeweils aktuellen Steuererklärung neu einzureichen. Die Tarife werden jeweils im Juni neu festgesetzt. Die Eltern erklären sich ausdrücklich damit einverstanden, dass die Krippenleitung bei allfälligen Unklarheiten direkt mit dem Steueramt Uetikon Kontakt aufnimmt, um die Steuerzahlen verifizieren zu lassen.
Falls Eltern verzichten wollen, die Steuerunterlagen einzureichen, wird der Höchsttarif verrechnet. Eltern, die nicht in Uetikon am See wohnen, bezahlen ebenfalls den Höchsttarif. Für einen halben Tag mit Mittagessen wird 75 % der Tagestaxe verrechnet. Besondere Rabatte werden nicht gewährt. Auswärtigen (nicht Uetiker) Säuglingen wird 150% vom Höchsttarif verrechnet, da Kinder bis 18 Monate 1.5 Betreuungsplätze beanspruchen. Kindern mit besonderen Bedürfnissen und erhöhtem Betreuungsaufwand werden 2 Betreuungsplätze in Rechnung gestellt.

Das Tarif blatt bildet einen integrierenden Bestandteil dieses Betriebsreglements.

Bei ausländischen Familien, welche in folge Zuzug in die Schweiz noch keine Schweizer Steuererklärung abgeben können, wird die Betreuungstaxe anhand der aktuellen Monatseinnahmen, hochgerechnet auf ein Jahreseinkommen sowie allfälligen Einnahmen aus dem Ausland, berechnet. Liegt das Vermögen über Fr. 300`000.- gilt der Höchsttarif.

19. Ferien und Absenzen

Wir bitten die Eltern, uns Ferien der Kinder möglichst früh mitzuteilen. Absenzen wegen Ferien oder Betriebsreglement Kinderkrippe Tatzelwurm Krankheit können grundsätzlich nicht kompensiert werden. Die Betreuungstaxe ist während den Ferien geschuldet und kann auch bei längerer Abwesenheit nicht erlassen werden.

Bei Absenzen aus Krankheit und Unfall (gemäss Arztzeugnis) wird ab dem 30. Tag die massgebende Pensionstaxe auf 50 % reduziert. Ab 90. Tag wird der Platz anderweitig vergeben.

20. Zahlungsbedingungen

Die Betreuungstaxe wird Ende Monat für den vergangenen Monat fällig. Bei Ferien der Kinder oder Betriebsferien wird der volle Monat berechnet. Bei der Berechnung der monatlichen Betreuungstaxen sind die in Art. 7 erwähnten Betriebsferien sowie Feiertage berücksichtigt. Die Eltern verpflichten sich einen Dauerauftrag einzurichten oder die Betreuungstaxe per LSV zu bezahlen. Das entsprechende Formular wird bei Eintritt von der Krippenleitung abgegeben.

Zusätzliche Tage, welche das Kind in der Kinderkrippe verbringt, müssen vorgängig von der Gruppenleiterin oder Krippenleiterin bewilligt werden. Diese werden am selben Tag bar bezahlt.

21. Kündigung/Änderung der Platzierung

Der Betreuungsplatz kann von beiden Seiten ab dem 2. Monat mit einer zweimonatigen Kündigungsfrist schriftlich auf das Ende eines Monats gekündigt werden (siehe auch Art. 12, Abs. 2). Eine Ausnahme gilt für Kinder, die in den Kindergarten eintreten: Diese Betreuungsplätze können auch auf das Ende der Sommerferien der Schule Uetikon am See gekündigt werden. Wird das Kind vor Ablauf derKündigungsfrist aus der Krippe genommen, so ist für die Kündigungsdauer die volle Monatstaxe zu entrichten.

Wenn Betreuungstage reduziert werden, unterstehen diese einzelnen Tage einer zweimonatigen Kündigungsfrist. Die Buchung zusätzlicher Betreuungstage sowie Änderungen der Tage, können unter Berücksichtigung der freien Plätze von der Krippenleitung bewilligt werden.

22. Ausschluss

Sollte der Betrieb durch untragbares Verhalten eines Kindes erheblich gestört werden, nimmt die Krippenleitung Kontakt mit den Eltern auf. Falls mit den Eltern - auch nach Einbezug des Vereinsvorstandes - keine andere Lösung gefunden wird, kann die Krippenleitung einen Ausschluss befinden. DerEntscheid ist schriftlich mitzuteilen.

23. Rücktritt

Treten die Eltern mehr als einen Monat vor dem Eintrittsdatum vom Betreuungsvertrag zurück, haben sie an die entstandenen Unkosten einen Beitrag von Fr. 400.- zu leisten. Erfolgt die Rücktrittsmeldung der Eltern weniger als einen Monat vor dem vorgesehenen Eintrittsdatum, wird eine Monatspauschale in Rechnung gestellt.

24. Mitgliedschaft

Eltern, deren Kinder in der Kinderkrippe Tatzelwurm betreut werden, sind automatisch Mitglied im Verein Tatzelwurm. Die Mitgliedschaft kostet jährlich Fr. 30.00 pro Familie.

Wir freuen uns auf eine gute und erfolgreiche Zusammenarbeit mit Ihnen und freuen uns, Ihr Kind in der Kinderkrippe Tatzelwurm betreuen zu dürfen.

Dieses Betriebsreglement wurde vom Vorstand am 29.05.2013 genehmigt.

Uetikon am See, 29.05.2013

 

Essensgrundsätze

1. Leitsätze

Für eine gesunde Entwicklung eines Kindes ist eine ausgewogene Ernährung mit ausreichenden Nährstoffen entscheidend. Aus diesem Grund steht eine gesunde Ernährung im Vordergrund, nicht die Vorlieben/ Abneigungen der Kinder. Essgewohnheiten werden schon im Kleinkindalter geprägt, Vorlieben und Abneigungen gebildet. Wer sich im Kindesalter gesund ernährt, wird dies auch als Erwachsene eher tun. Das Essen soll den Kindern Freude bereiten, wir begleiten die Kinder ohne Zwang und schaffen eine entspannte Tischsituation. Wir respektieren, wenn sich das Kind satt fühlt; Kinder sollen lernen, sich auf ihr Sättigungsgefühl zu verlassen und nicht gezwungen werden, den Teller leer zu essen.

Folgende Mahlzeiten gibt es in der Kinderkrippe Tatzelwurm:

Frühstück         7.45 Uhr – 8.20 Uhr
Znüni                ca. 9.45 Uhr
Mittagessen     11.30 Uhr – ca. 12:15 Uhr
Zvieri                15.30 Uhr

2. Ernährungserziehung
2.1. Allgemeines

Beim Morgenessen sowie beim Znüni darf das Kind selber entscheiden, ob es an den Tisch kommen möchte oder nicht. Das Mittagessen und der Zvieri gehören zu einem Gemeinschaftserlebnis, hier kommen alle Kinder an den Tisch, müssen aber nichts essen/ trinken, wenn sie nicht möchten.

Das Mittagessen und den Zvieri beginnen wir gemeinsam mit einem Ritual. Die Kinder werden beim Essen zur grösstmöglichen Selbständigkeit erzogen. Beim zweiten Mal dürfen sich die Kinder selber schöpfen, auch die Kleinsten. Dabei erhalten sie von uns den Fähigkeiten entsprechende Unterstützung.

2.2. Süssigkeiten, Esswaren von Zuhause

In der Kinderkrippe Tatzelwurm wird auf Süssigkeiten weitgehend verzichtet. Somit ist es den Eltern überlassen, ab welchem Alter und wieviel Süsses ihre Kinder konsumieren. Süssigkeiten zu besonderen Anlässen (Geburtstage, Abschiedsfeiern etc.) sind erlaubt. Kinder nehmen keine Esswaren von zu Hause mit. Dies kann zu Neid und Streitereien führen und ist gegenüber den anderen Kindern unfair.

2.3. Kommunikation

Wir versuchen Tischgespräche zu führen, an denen sich alle Kinder beteiligen können. Der Kontakt unter den Kindern soll gefördert werden. Wir unterstützen die Kinder im Äussern ihrer Meinung, indem wir aktiv zuhören. Wir sprechen mit den Kindern über das Essen und benennen die einzelnen Lebensmittel. Das Rücksicht nehmen, teilen und warten kann in der Tischsituation gut geübt werden.

2.4. Wie motivieren wir die Kinder?

Beim Kennenlernen eines neuen Lebensmittels sind alle Sinne beteiligt, das Sehen, Fühlen, Riechen, Hören – und schließlich auch das Schmecken. Es ist wichtig, dass neue Lebensmittel mehrmals und regelmäßig wiederholt angeboten werden, bis ein Kind sich dazu entschließt, sie in den Mund zu nehmen, sie zu probieren und dann später zu entscheiden, ob es sie mag oder nicht. Im Schnitt braucht es für diese Entscheidung 10 bis 15 Kontakte mit ein und demselben Lebensmittel. Die Kinder werden ohne Druck und ohne drängen zum Probieren animiert, aber nicht gezwungen. Hat ein Kind das Essen nicht gerne, hat es Resten vom Vortag oder es wird ihm eine geschnittene Frucht angeboten.

 Zum Nachahmen gehört das Vorleben: Wir sind Vorbilder für die Kinder. Besonders hilfreich ist es, wenn wir den Kindern das Essverhalten vorleben, das wir von ihnen wünschen. Wir sind uns stets bewusst, dass die Kinder unser Verhalten nachahmen. Indem wir auch mal etwas probieren, was wir nicht kennen oder nicht mögen, gehen wir mit positivem Beispiel voran.

2.5. Allergie/ Unverträglichkeit/ Spezielle Nahrung

Für Kinder mit einer Allergie wird separat gekocht. Benötigt ein Kind aufgrund einer Allergie oder Unverträglichkeit spezielle Nahrung, so muss ein Arztzeugnis vorgelegt werden. Kinder, die aus religiösen Gründen kein Schweinefleisch essen dürfen, wird eine Alternative gekocht.


2.6. Trinken

Die Kinder bekommen Wasser oder ungesüssten Tee. Die Trinkflasche steht allen Kindern jederzeit und griffbereit zur Verfügung. Kinder welche beim Essen nicht viel trinken, soll im Alltag die Trinkflasche vermehrt angeboten werden. Bei körperlicher Betätigung, wenn es sehr heiss ist oder wenn die Kinder erkältet sind, werden sie von uns zum Trinken animiert.

2.7. Ernährung Babys

Es ist uns wichtig, dass Babys wenn möglich den Rhythmus von zuhause beibehalten. Mit dem Älterwerden versuchen wir den Rhythmus dem Tagesablauf der Kinderkrippe anzupassen. Die Köchin kocht Brei aus frischem Gemüse, welcher eingefroren und bei Bedarf aufgetaut wird. Es stehen immer drei verschiedene Gemüsebreie zur Verfügung, damit die Kinder Abwechslung haben und sich die Geschmacksnerven entwickeln können.

3. Zusammensetzung der Menüs
3.1. Einkauf

Gemüse/ Früchte kaufen wir wenn möglich beim Gemüsehändler ein, regionale und frische Produkte werden bevorzugt. Beim Metzger kaufen wir das Fleisch / Fisch ein. Das Brot wird in der Bäckerei Steiner geholt. Wir verzichten auf Fertiggerichte, Fertigsaucen und stark vorverarbeiteten Produkten mit synthetischen Farb- und Konservierungsstoffen, künstlichen Aromen oder Geschmacksverstärkern.

3.2. Frühstück

Bei jedem Frühstück gibt es Kohlenhydrate (ungezuckerte Getreideflocken oder Brot) und Milchprodukte (Milch und/ oder Käse). Die Kinder trinken Milch, Wasser oder ungesüsster Tee. Um Zucker zu reduzieren, tischen wir Konfitüre mit mindestens 60% Fruchtanteil auf.

3.3. Znüni

Zum Znüni gibt es täglich frische Früchte. Darvida/ Reiswaffeln etc. gibt es als Ausnahme an aktiven Tagen (Hallenbad/ Wald/ Ausflüge) wo viel Energie benötigt wird.

3.4. Mittagessen

Das Mittagessen bietet eine ausgewogene und vollwertige Ernährung unter den folgenden Bedingungen:

  • 2x pro Woche Fleisch oder Fisch
  • Weisses Fleisch (Poulet, Truthahn) wird gegenüber Rotem (Rind, Schwein) bevorzugt
  • 1x pro zwei Wochen Suppe (kalt oder warm)
  • 1x pro zwei Wochen Hülsenfrüchte
  • Täglich Salat und rohes oder gekochtes Gemüse
  • Ausreichende Menge Eiweiss
  • Zu jedem Mittagessen eine kohlenhydrathaltige Beilage
3.5. Zvieri
  • Entweder eine eiweiss- oder kohlenhydrathaltige Komponente
  • 2x pro Woche Früchte (ganz oder in einem Smoothie, Shake, Creme…) zusammen mit einer eiweisshaltigen Komponente
  • 1x pro Woche gibt es Gemüse mit Magerquark Dip (Gemüse wird mit den Kindern gerüstet )

leichter leben web 

Quellen:

  • Schweizerische Gesellschaft für Ernährung
  • Nicoletta Weber, Ernährungsberaterin FH, Leichter leben www.leichter-leben-zh.ch
  • Weiterbildung Feb. 2015 „Ernährungsbewusste Kindertagesstätte“ Bildungsdirektion Kanton Zürich/ Amt für Jugend und Berufsberatung
  • Empfehlungen für eine gesunde Verpflegung in Kitas: Stadt Zürich/ Schulgesundheitsdienste

 

Eingewöhnungskonzept

Dieser Leitfaden gibt einen Überblick über den Eintritt in die Kinderkrippe Tatzelwurm und dient dazu, einen möglichst optimalen Weg für das Kind zu finden. Ob sich ein Kind längerfris-tig in der Krippe wohl fühlt, hängt davon ab, wie die Eingewöhnungszeit verlaufen ist. Wir stüt-zen uns mit diesem Leitfaden auf das Berliner Eingewöhnungsmodell und auf die gesammelten Erfahrungen der Betreuungspersonen.

Die Dauer einer Eingewöhnung ist nicht voraus zu sehen, da jedes Kind andere Bedürfnisse hat. Eine optimale Eingewöhnungszeit dauert zwischen drei Wochen und zwei Monaten.

Vor der Eingewöhnung  können die Eltern mit ihrem Kind über die neue Phase ihres Lebens sprechen und  das Kind auf die Krippe vorbereiten. Die Eltern und die Betreuungsperson lernen sich ungefähr vier Wochen vor Eintritt  beim Eintrittsgespräch kennen.

Das 3 Phasen- Modell der Eingewöhnung:

Das Eingewöhnen wird in 3 Phasen eingeteilt. Es kann sein, dass dieses Modell nicht bei jedem Kind angewandt werden kann und ein anderes Vorgehen gewählt wird. Dabei verfolgen wir das Ziel: Wir möchten, dass sich ein Kind bei uns wohl und geborgen fühlt!

1. Phase, die Grundphase: Dauert  in der Regel drei Tage, es  finden keine Abschiede statt. Beim ersten Besuch findet eine Kontaktaufnahme zur neuen Umgebung und zur Betreuungs-person statt. Das Kind lernt Räume, Tagesablauf und Rituale kennen. Das neue Kind und die anderen Kinder der Gruppe nehmen Kontakt auf. Die Eltern halten sich sichtbar auf, verhalten sich passiv und drängen das Kind nicht, sich von ihnen zu entfernen. Aufgabe der Eltern ist es,  ein “sicherer Hafen“ zu sein.  Die Betreuerin nimmt Kontakt auf, am besten über ein Spielan-gebot, oder über eine Beteiligung am Spiel des Kindes.

2. Phase, die Stabilisierungsphase: In der Regel dauert diese Phase zwischen einer und zwei Wochen. Es ist ein schrittweises vorbereiten auf den Krippenalltag und die Beziehung zu der
Bezugsperson wird vertieft. Das Kind baut Vertrauen auf, dass die Eltern wieder kommen. Hier finden Abschiede zwischen Eltern und Kind statt, welche täglich gesteigert werden.
Bei den Trennungen sind die Eltern einige Minuten mit dem Kind im Gruppenraum, bevor sie sich verabschieden. Die Reaktion der ersten Trennung ist der Massstab für die Fortsetzung o-der den Abbruch dieses Trennungsversuches: wenn das Kind nach dem Weggang der Eltern verstört wirkt und sich nicht trösten lässt, wird die Mutter/ Vater zurückgeholt. Dies ist ein Zei-chen dafür, dass die Tragfähigkeit der neuen Beziehung noch nicht ausreicht, um das Kind zu trösten. Dann gibt es am nächsten Tag keinen Trennungsversuch, sondern die Eltern besuchen noch einmal mit dem Kind zusammen die Krippe. Am nächsten Tag findet ein weiterer Tren-nungsversuch statt. Bei der ersten Trennung sind die Eltern darum im Haus. In dieser Phase  wird das Kind  von der Bezugsperson betreut. Ungefähr in der 3. Woche versuchen die andern Betreuungspersonen Kontakt zum Kind aufzunehmen.

Wichtig: Die Trennung ist mit unterschiedlichen Gefühlen verbunden, das Kind kann auf die Trennung mit Tränen reagieren. Gefühle wie Trauer sollen zugelassen werden. Ein vertrautes Lieblingsspielzeug, ein Schnuller, Schmusetuch, Stofftier hilft beim Trösten. Um den Abschieds-schmerz nicht in die Länge zu ziehen, ist es für das Kind eine Hilfe, wenn einmal „Tschüss“ ge-sagt wird und die Eltern dann gehen. Die Eltern schleichen sich nicht hinaus, sondern verab-schieden sich jedes Mal.  Auch für die Eltern kann die Trennung eine schmerzliche Erfahrung sein, wofür wir grosses Verständnis haben. Negative Gefühle und Unsicherheiten können sich aber auf das Kind übertragen. Ein positives Gefühl von Seiten der Eltern ist eine Grundvoraus-setzung für eine gelungene Eingewöhnung. Eltern die sich selbst und ihrem Kind diese Aufgabe zutrauen, tragen viel dazu bei, den Eingewöhnungsprozess glücklich zu bewältigen.

Der Informationsaustausch ist wichtig: Es ist hilfreich, wenn die Eltern die Krippe über spezi-elle Ereignisse, wie zum Beispiel eine schlechte Nacht oder Krankheit über das Wochenende, in Kenntnis setzt. So kann besser auf das Bedürfnis des Kindes eingegangen werden. Die Bezugs-person gibt ehrlich Auskunft darüber, wie es dem Kind während der Trennung ergeht. Kommen Unklarheiten auf, suchen die Eltern oder die Bezugsperson das Gespräch. So werden die Bezie-hung und das Vertrauen zwischen Familie und Krippe aufgebaut.  

3. Phase, die Schlussphase: Das Kind kann schon während seinen angemeldeten Tagen in die Krippe kommen, wobei  es jedoch um 16:30/ 17:00 abgeholt werden soll. Bekommt das neue Kind mit, dass andere abgeholt werden, ist es für das neue Kind eventuell ein Warten auf die Eltern. Die Eltern sind jederzeit telefonisch erreichbar, falls die Tragfähigkeit der neuen Bezie-hung zur Bezugsperson noch nicht ausreicht um das Kind aufzufangen.  Die Eltern wiederum können sich jederzeit telefonisch über das Wohlergehen des Kindes informieren. Die Einge-wöhnung ist abgeschlossen, wenn das Kind die Betreuungspersonen als „sichere Basis“ akzep-tiert hat und einen ausgeglichenen Eindruck macht. Das Kind fühlt sich im Tagesablauf sicher und es knüpft Freundschaften zu den anderen Kindern.

Nach der Eingewöhnung: Nach drei Monaten findet ein kurzes Auswertungsgespräch der Ein-gewöhnungszeit statt. Dieses soll ein Rückblick auf die erste Zeit sein und gibt den Eltern die Möglichkeit, sich in Ruhe mitteilen zu können.

Beispiel einer Eingewöhnung

Folgende Eingewöhnungszeiten haben sich bewährt. Die Betreuungsperson muss aber flexibel und sensibel sein um den Prozess der Eingewöhnungszeit optimal für das Kind zu gestalten.

1. Woche/ Phase 1

Montag

1- 1½ h

Keine Trennung

Dienstag

1- 1½ h

Keine Trennung

Mittwoch

Pause

Donnerstag

1- 1½ h

Keine Trennung

Freitag

1h- 2h

1/2 – 1h Trennung

2. Woche/ Phase 2

Montag

9.30 – 11.30 Uhr

1 – 2 h Trennung

Dienstag

9.30 – 12.15 Uhr mit Mittagessen

Trennung

Mittwoch

Pause

Donnerstag

9.30 – 12.15 Uhr mit Mittagessen

Trennung

Freitag

9.30 – 14.00 Uhr mit Mittagessen und schlafen

Trennung

3. Woche/ Phase 3

Bei einer gut verlaufenden Eingewöhnung kommt das Kind in der 3. Woche “seine“ Krippentage. Bei Kindern, die 2 Tage kommen, wird empfohlen, einen dritten Tag zu kommen.

Montag

08.45 – 14.00 Uhr mit Mittagessen und schlafen

Trennung

Dienstag

08.45 – 15.00 Uhr mit Mittagessen und schlafen

Trennung

Mittwoch

Pause

Donnerstag

08.45 – 16.00 Uhr mit Mittagessen und schlafen

Trennung

Freitag

Pause

Ab der 4. Woche

Das Kind besucht seine Tage jedoch nur bis 16:30/ 17:00 Uhr. Ab der 5.Woche kann das Kind die Krippe so besuchen, wie die Eltern den Platz benötigen.

 

Wir freuen uns auf alle neu eintretenden Kinder, mit all ihren individuellen Persönlichkeiten und Bedürfnissen. Wir danken den Eltern für ihr grosses Ver-trauen und freuen uns auf die Zusammenarbeit!

Ihr Tatzelwurm Team

Öffnungszeiten

Die Krippe ist täglich von Montag bis Freitag, jeweils von 6.45 Uhr bis 18.15 Uhr geöffnet.

Konkakt

Kinderkrippe Tatzelwurm
Talstrasse 22
8707 Uetikon am See
info@tatzelwurm.ch
Tel. 044 920 72 48

Krippenleiterin: Marisa Hari